Am 26. Mai 2012 werden mehr als 125 Millionen Menschen im Fernsehen den Eurovision Song Contest in Aserbeidschan verfolgen, einem Land, von dem viele bis vor kurzem gar nicht wussten, wo es genau liegt und was es mit Europa zu tun hat. Doch der ESC in Baku ist längst ein Politikum, es geht inzwischen mehr um Politik, als um Musik: zum Ärger der aserbaidschanischen Regierung, die sich mit dem ESC als modernes, Europa zugewandtes Land präsentieren wollte, aber zur Freude aller Demokraten in Aserbaidschan und in Europa, denn Aserbaidschan ist ein Land, in dem die Menschenrechte wenig gelten und vieles durch Korruption geregelt wird. In Aserbaidschan geht es beim ESC eben nicht nur „um ein Lied“.
Eine ellenlange To-Do-Liste vermittelt nicht gerade die Aussicht auf ein spaßiges Wochenende. Fitnessstudio, Emails beantworten, Karohemden bügeln – der geduldsfreie Europäer von heute kann sich sicher Schöneres vorstellen. Doch wer kann ihn dazu motivieren, wenn nicht seine Mama – die allerdings noch nie autoritär war? Die Antwort heißt “Gamification”. Ob Lernen, Müll trennen, Steuererklärungen ausfüllen – all das langweilige Zeug lässt sich mit Statusbalken und Highscores in ein lustiges Spiel verwandeln. Das funktioniert sogar im Job-Alltag: in Schweden zum Beispiel boomen “Mittagspausenparties”, die das öde Arbeitsleben für spaßorientierte Nachwuchskräfte überhaupt erst erträglich machen.
Gamification – kann sie der jungen Schluffigesellschaft helfen, in die Puschen zu kommen?
„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ So schlau war Sokrates schon vor mehr als 2.400 Jahren. Es knirscht zwischen den Generationen – und diese Weisheit ist wohl so alt wie die Menschheit. In Großstädten wie Paris ist der Wohnraum knapp und damit teuer. Und so rücken Alt und Jung gezwungenermaßen näher zueinander. Und das ist gut so, denn Generationen können voneinander lernen. Die digital vernetzten Jungen bringen den Alten so die Onlinewelt näher, sie können natürlich auch beim Einkauf helfen und abwaschen – und die Generation Silver Surfer gibt Weisheit weiter, bietet aber auch das Dach über dem Kopf und lernt, das „Social Media“ kein Teufelszeug sein muss. Eine Mehrgenerationen-WG: So kann soziales Miteinander im Jahr 2012 aussehen.
.. außer Rettungsschirme aufzuspannen, die Schuldenbilanz in die Höhe zu treiben und sich dabei auch noch regelmäßig zu zerstreiten? Und was tut Brüssel für junge Europäer? Tut die EU überhaupt noch was für sie? Immerhin sind in manchen Ländern inzwischen 50% aller Jugendlichen ohne Job. Wie denkt Europas Nachwuchs da über das politische Gemeinschaftsprojekt? Lauter Fragen, die unserem Moderator derart unter den Nägeln brannten, dass er sich gleich in Brüssel auf die Suche nach überzeugenden Antworten machte. Eine Tour de Force durch das Europäische Parlament, bei dem uns Politiker, Praktikanten und Besucher aus vielen Ländern Europas vor die Kamera liefen. Yourope direkt vom Sehnsuchtsort eines jeden guten Europäers – dem EU-Parlament.
Immer noch gibt es Schlachtvieh-Transporte quer durch Europa, z.B. von Estland bis in die Türkei. Tierschützer protestieren dagegen, demonstrieren in der Türkei und fordern vom Europaparlament eine Änderung der Bestimmungen. Tierschutz ist angesagt in Europa, das zeigen zahlreiche Initiativen, so auch das Angebot eines geschäftstüchtigen Berliner Studenten im Internet: bei ihm sollen Konsumenten tierschützerisch unbedenkliches Fleisch bestellen können. Und es zeigt sich: junge Leute finden transparente Tierhaltung gut. Doch kann Tierschutz auch zu weit gehen?
Tsunamis, Reaktorkatastrophen und untergehende Luxusdampfer vermitteln das Bild des drohenden Untergangs. Wird das alte Märchen vom Ende der Welt in der technischen Moderne nun doch noch wahr? Sind wir noch sicher in Europa? Experten sind überzeugt: 2012 soll mal wieder die Welt untergehen. Diesmal aber richtig!
Yourope widmet sich der Frage, wie wir uns das Ende aller Tage vorzustellen haben – und welche Dinge Sie unbedingt im Haus haben sollten, um im Ernstfall zu überleben.
Wenigstens ein Weilchen noch…
Yourope sagt es jede Woche : « Europa liebt sie ! » Ah, die Liebe… Ohne Liebe ist das Leben trübe, oder? Wir wollen ja kein Spielverderber sein, aber es ist schwierig, in Krisenzeiten nur von Luft und Liebe zu leben. Wirtschaft, Politik, Religion… Zahlreiche Bereiche werden vor der Krise betroffen und haben auf unsere Beziehungen großen Einfluss. Jeder weiß, dass die Liebe Berge versetzen kann. YOUROPE hat zwar keine Anleitung, aber Beispiele gefunden, wie die verschiedenen Arten von Krisen überwunden werden können.
Die Europäer von heute lernen sich auf Singlebörsen im Netz kennen und lassen sich wegen Facebook-Einträgen wieder scheiden. Für unsere Großeltern galt die Ehe noch als Grundstein der Gesellschaft, aber hat das Versprechen, für immer zusammenzuhalten, im Wirrwarr der komplexen Welt überhaupt noch Zukunft? Lohnt es sich noch, für etwas anderes zu heiraten als für Steuervergünstigungen und Aufenthaltsgenehmigungen? Zwangs- und Zweckehen gehören nach wie vor zum Alltag: Während die einen das Zeitalter der frei gewählten Liebesheirat proklamieren, werden täglich minderjährige Europäerinnen mit Gewalt zur Ehe gezwungen. Leben Verheiratete tatsächlich glücklicher?
Den Hausärzten fehlt schlicht der Nachwuchs, weil viele Medizinstudenten es sich zweimal überlegen, ob sie sich für einen Beruf entscheiden mit extrem hohem persönlichem und zeitlichen Einsatz bei inzwischen immer geringerem Einkommen und vielen zu erbringenden Leistungen, die von keiner Krankenkasse mehr bezahlt werden. Andererseits gibt es in Europa aber auch eine neue Generation von jungen Hausärzten, die jenseits des romantisch verklärten Bildes des traditionellen Hausarztes, einen Weg gefunden hat, sowohl ansprechbar für ihre Patienten zu sein wie auch für ihre eigene Familie.
Nationalismus, Sexismus, Homophobie und Zensur ? So modern sich Europa auch gibt, an vielem, was derzeit passiert, beißen sich fortschrittliche Europäer die Zähne aus. Doch was tun, wenn festgefahrene Traditionen und totalitäre Machtstrukturen den Umschwung verhindern?
Wo die Politik versagt, greifen immer mehr Europäer zu einer kreativen Waffe: der Kultur. Yourope trifft auf Widerständige, die mit kulturellen Mitteln die Gesellschaft verändern wollen und den Aufstand von unten proben.